Viola von Cramon

Wahl in der Ukraine mit hohen Erwartungen verbunden

Als Mitglied der Delegation des Europäischen Parlaments kommentiert Viola von Cramon, Greens/EFA:

Mit der gestrigen Parlamentswahl haben sich grosse personelle Veränderungen in der Verchovna Rada ergeben. Die Erwartungen an die neuen Abgeordneten, sich den Reformen mit großem Tempo und einer neuen Ernsthaftigkeit zu widmen, sind hoch. Es bleibt den ukrainischen Wählerinnen und Wählern zu wünschen, dass es dieses Mal nicht nur darum ging, neue Köpfe ins Parlament zu wählen, sondern dass diese auch in der Lage sein werden, mit einer neuen Regierung die politischen Spielregeln im Land zu ändern und der Oligarchie endlich den Kampf anzusagen.

Gleichzeitig muss die Europäische Union alles Erdenkliche tun, um Rechtsstaatlichkeit und den Kampf gegen Korruption im Rahmen der Reformagenda der neuen Regierung zu unterstützen. Bis allerdings – selbst bei substantiellen Reformen – Erfolge sichtbar sein werden, wird es Zeit brauchen. Und so werden solche möglichen Erfolge entscheidend davon abhängen, dass eine neue Regierung ihre Reformagenda klar und realistisch formuliert, um keine falschen Hoffnungen zu wecken, die zu schnellen Enttäuschungen führen könnten.

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Vorgezogene Parlamentswahlen in der Ukraine – Weichenstellung für die Beziehungen EU-Ukraine

Straßbourg, 16. Juli 2019Logo_Greens_EFA

Am 21. Juli 2019 finden in der Ukraine vorgezogene Parlamentswahlen statt. 22 Parteien werden um die 424 Parlamentssitze kämpfen, von denen 225 über landesweite geschlossene Listen und 199 über Direktmandate in den Wahlkreisen gewählt werden.

Das Europäische Parlament entsendet eine Wahlbeobachtungsmission, an der Viola von Cramon für die Fraktion Die Grünen/EFA teilnehmen wird. Vor ihrer Abreise betonte von Cramon, die bereits auf mehreren Wahlbeobachtungsmission in der Ukraine war, dass der Wahlprozess, die hohe Zahl an Kandidat*innen und politischen Parteien den pluralistischen und demokratischen Fortschritt in der Ukraine belegen:

„Fünf Jahre nach der Maidan-Revolution hat sich das politische System in der Ukraine so weit stabilisiert, dass nun offensichtlich freie und faire Wahlen stattfinden. Der ukrainische Staat bekennt sich mit der Durchführung einer tatsächlich demokratischen Wahl und auch durch die verbesserte Transparenz bei der Finanzierung der Wahlkampagnen der Parteien zu den demokratischen Grundprinzipien.“

In dieser Woche direkt vor den ukrainischen Wahlen erinnert sich die Welt auch an ein trauriges Ereignis. Am Mittwoch, den 17. Juli 2019 jährt sich zum fünften Mal der Abschuss der MH17 der Malaysian Airlines. Beim Absturz über der Ostukraine kamen 298 Zivilpersonen ums Leben. Vor einem Monat gab das unter niederländischer Führung agierende Team internationaler Ermittler die Namen von vier Verdächtigen (von 3 russischen und einem ukrainischen Staatsbürger) bekannt, die sich im kommenden Jahr wegen Mordes in 298 Fällen vor Gericht werden verantworten müssen. Viola von Cramon betont, dass ein solches internationales Gerichtsverfahren ein lang ersehnter und entscheidender Schritt ist, um für die zivilen Opfern des bewaffneten Konflikts Gerechtigkeit zu schaffen.

Viola von Cramon wird einen Tag nach den Wahlen in Kiew zu einem Pressegespräch über die aktuelle Situation in der Ukraine und die Zukunft der Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine einladen, das am Montag, 22. Juli 2019, um 17 Uhr (noch zu bestätigen) im Hotel Intercontinental in Kiew (v. Velyka Zhytomyrska 2A) stattfinden wird. Für Rückfragen stehen Frau von Cramon und ihr Büro gerne zur Verfügung. Sehr gerne können Sie diese Einladung und die Kontaktdetails auch an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterleiten!

Sollten Sie zwischen dem 16. und 18. Juli in Straßburg oder in der kommenden Woche am 23./24. Juli in Brüssel sein, würde sich Frau von Cramon über die Möglichkeit zu einem persönlichen Austausch – nicht nur anlässlich der Wahlen, sondern auch zu den Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine – freuen!

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Rückfragehinweis:
Roland Papp
Büro Viola von Cramon-Taubadel im Europäischen Parlament
E-mail: roland.papp@ep.europa.eu
Tel. Büro Straßburg: +33.388.177619
Mobil: +36.70.250 0157

Kontakt Viola von Cramon-Taubadel
Mobil: +49 172 7133887
+38 068 937 8740
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Kommentar zur Wahl von Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommissionspräsidentin

Viola von Cramon-Taubadel, Mitglied der Fraktion Die Grünen/EFA Logo_Greens_EFA

Diese Wahl ist eine schwierige Abwägungsentscheidung.

Einerseits hat Ursula von der Leyen im Vorfeld ihrer Wahl nicht vermocht, eine pro-europäische Allianz der Mitte hinter sich zu versammeln. Sie hat viele Chancen dafür ungenutzt gelassen.

Es hätte Europa gut getan, wenn Konservative, Sozialdemokraten und Liberale über ihren Schatten gesprungen wären und mit den Grünen eine Vereinbarung auf Augenhöhe angestrebt hätten. Das war nicht ernsthaft gewollt, und insofern kann auch niemand heute mit unserer Zustimmung rechnen.
Andererseits hat Ursula von der Leyen heute in den Bereichen Klimaschutz, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung und einer Demokratisierung der EU weitgehende Ankündigungen für eine grüne Reformagenda gemacht. Man kann ihre Worte in Zweifel ziehen. Ich halte es aber für den besseren Politikansatz, dass wir sie nun beim Wort nehmen.

Die Mehrheitsverhältnisse im Europäischen Parlament sind wie sie nun einmal sind. Eine aussichtsreiche Kandidatur braucht die Stimmen der EVP. Und eine liberalere und fortschrittlichere EVP-Kandidatin als Ursula von der Leyen ist nicht absehbar.
Die Europäische Union muss jetzt Handlungsfähigkeit beweisen und auf dem Reformkurs vorankommen. Und ich bin davon überzeugt, dass eine neue Kommissionspräsidentin nicht von den Stimmen der Rechtspopulisten abhängig sein sollte.

In diesem Dilemma habe ich für mich eine verantwortliche Entscheidung getroffen. Ich bin bei dieser Wahl nicht Ursula von der Leyen verpflichtet. Denn sie hat nicht überzeugend um meine Unterstützung geworben. Ich bin alleine meinem Gewissen und meinem Urteil als Europäerin und Parlamentarierin verpflichtet.
Unabhängig von meinem heutigen Votum habe ich aber eine klare Botschaft an die Kolleginnen und Kollegen der EVP, S&D und Renew Europe: Wer eine pro-europäische Allianz der Anständigen im Europäischen Parlament will, der bekommt sie nur mit den Grünen. Und dazu muss man endlich anfangen, uns in unserer gewachsenen Stärke und Bedeutung anzuerkennen.

Und ich habe auch eine klare Erwartung an Ursula von der Leyen: „Europa hat keine Zeit mehr für Ankündigungen. Europa braucht Taten. Ich messe Sie an dem, was Sie heute vor diesem Parlament erklärt und 500 Millionen Europäerinnen und Europäern versprochen haben.“

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Rückfragehinweis:
Margarethe Richter
Büro Viola von Cramon-Taubadel im Europäischen Parlament
E-mail: margarethe.richter@ep.europ.eu
Tel. Büro Straßburg: +33.388.177619
Mobil: +32.485.47 36 76

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Vergabe der Spitzenposten in der EU – Rat ignoriert den Wählerwillen

PRESSEMITTEILUNG – Straßburg, 3. Juli 2019Logo_Greens_EFA

Vergabe der Spitzenposten in der EU

Rat ignoriert den Wählerwillen

Die Entscheidung des Rates der EU, Ursula von der Leyen als künftige Kommissionspräsidentin vorzuschlagen und der daraufhin erfolgte Rückzug des EVP-Spitzenkandidaten Manfred Weber, auch als EP-Präsidentschaftskandidat, haben vor allem im Europäischen Parlament hohe Wellen geschlagen.

Viola von Cramon-Taubadel, Mitglied der Fraktion Die Grünen/EFA, kommentiert:

„Unsere Fraktion fühlte sich nach der Europawahl vor allem dem Wähler*innenwillen verpflichtet und hat daher auch bis zum Schluss am im Wahlkampf propagierte Spitzenkandidat*innenprozess festgehalten. Dass der Rat nun eine Kandidatin aus dem Hut gezaubert hat, die nicht zum Kreis der Spitzenkandidat*innen gehört, ja nicht einmal am 26. Mai zur Wahl stand oder zumindest im Wahlkampf prominent aufgetreten ist, läuft allen Bemühungen einer weiteren Demokratisierung der EU und ihrer Institutionen zuwider. Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht der Wählerinnen und Wähler! Gleichzeitig bedeutet sie auch eine Schwächung der Kommission und des Europäischen Parlaments. Dass die Wahl des Präsidenten des Europäischen Parlaments im Rat als Teil des Deals zwischen den Staats- und Regierungschefs betrachtet wurde, ist inakzeptabel und hat nicht nur in den Reihen der Grünen für Empörung gesorgt.“

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Rückfragehinweis:

Margarethe Richter
Büro Viola von Cramon-Taubadel im Europäischen Parlament

E-mail: margarethe.richter@ep.europ.eu

Tel. Büro Straßburg: +33.388.177619

Mobil: +32.485.47 36 76
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DANKE!

Vielen Dank an alle, die in den letzten Wochen mitgeholfen, mitgefiebert und am Sonntag #Grün gewählt haben.
Gemeinsam haben wir die Europawahl zu einer Klimawahl gemacht.
Dieses Ergebnis war nur möglich, weil wir unermüdlich und leidenschaftlich für einen politischen Aufschwung gekämpft haben.
So konnten viele, viele Bürger*innen mobilisiert werden, das ist großartig.
Jetzt geht es darum konkrete Veränderungen umzusetzen.
Damit Europa ökologischer, sozialer und demokratischer wird.

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Podiumsdiskussion zur Europawahl im Goslarer Theater

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Quelle: Goslarsche Zeitung vom 29.4.2019

Klimawandel im Harz