Europa vor Ort

Podiumsdiskussion am 22.3.2019 im Goethegymnasium in Hildesheim

Quelle: Hildesheimer Zeitung

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Veranstaltungshinweis:

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Perspektive Europa
Einflüsse der Europäischen Union auf unser Leben

Die Europäische Union (EU) wirkt sich unmittelbar auf unseren Alltag aus. Ob wir im Supermarkt italienische Pasta kaufen, niedrige Handygebühren im EU-Ausland zahlen, ohne Grenzkontrollen reisen, sauberes Trinkwasser genießen, die Natur schützen, mit dem Euro zahlen oder über einen europäischen Austausch durch ERASMUS nachdenken: Europa berührt uns vielseitig in unserem Leben und ist von zentraler Bedeutung. Mit Blick auf die Wahlen zum Europäischen Parlament (26.05.2019), wollen wir uns in Celle auf europäische Spurensuche begeben. Wir wollen informieren, Denkanstöße geben, diskutieren und streiten. Monatlich beleuchten wir anhand unterschiedlicher Themen eine andere europäische Facette. Den Startschuss bildete ein Kneipenquiz über Europa. Im November diskutierten wir auf Grundlage des Europäischen Energieatlas der Heinrich-Böll-Stiftung, warum die Energiewende nur europäisch gelingen kann. Den Abschluss bildet ein Abend über die Strukturen der europäischen Regulierungspolitik, die wir anhand des Themas Verminderung von Plastikmüll verdeutlichen. Exemplarisch erläutern wir Grundlagen der EU, um Zusammenhänge und Wirken auf unseren Alltag aufzuzeigen. Fragen, Diskussionen und Kontroversen sind ausdrücklich erwünscht!

  • Welches Hintergrundwissen besitzen wir?
  • Wie funktioniert und wirkt die Europäische Union eigentlich
  • politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich?
  • Was wünschen wir uns als Bürger*innen für die Zukunft Europas?

Der Europäische Acker – zwischen Geld, Gülle und Gewissen

Donnerstag, 24.01.2019, 19 Uhr, Evangelisch-lutherische Kreuzkirche, Windmühlenstraße 45, Celle

Ob Insektensterben, Überdüngung oder Agrarsubventionen, die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) ist in aller Munde und stets umstritten. Ist sie Fluch oder Segen? Im Rahmen der GAP vergibt die Europäische Union jährlich Mittel i.H.v. 58 Milliarden Euro. Das sind enorme Summen und dennoch geben immer mehr Kleinbäuer*innen auf. Es ist Zeit, die GAP zu reformieren.

  • Welche europäische Agrarpolitik wünschen wir uns als Verbraucher*innen?
  • Wie berührt sie uns in Niedersachsen?
  • An welchen Stellen sind europäische Lösungen notwendig und sinnvoll?

Es diskutieren Jörn Ehlers (Vizepräsident Landvolk Niedersachsen, Landesbauernverband e.V., Christian Rehmer (Leiter Agrarpolitik, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) und Viola von Cramon (B90/Die Grünen und Kandidatin für die Europawahlen) über die Bedeutung der GAP für Niedersachsen.

Moderation: Liliane Steinke (Leiterin vhs Celle)

Veranstaltungsort: Evangelisch-lutherische Kreuzkirche, Windmühlenstraße 45, Celle

Veranstalterin: Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Nds., Warmbüchenstraße 17, 30159 Hannover, http://www.slu-boell.de, info@slu-boell.de
In Kooperation mit: vhs Celle und europe direct lüneburg



Vortrag bei WoCaNet
WoCaNet ist ein Netzwerk von und für Wissenschaftler*innen, das auf Initiative von Frauen der Göttinger Uni sowie den in Göttingen ansässigen Max-Planck-Instituten gegründet wurde. Seit 2011 treffen sich die Wissenschaftler*innen regelmäßig für einen fachlichen und frauenpolitischen Austausch.

Das nächste Symposium findet im März 2019 statt https://www.uni-goettingen.de/de/203891.html

Die Schriftform des Vortrags können Sie auch hier herunterladen.



Vorstellung beim Kreisverband Rotenburg an der Wümme

Auch im Kreisverband Rotenburg an der Wümme wurden wir eingeladen, um uns den Mitgliedern aus dem GRÜNEN Kreisverband vorzustellen. Thematisch ging es um die Fragen der Zukunft der Währungs- und Wirtschaftsunion, Alternativen zur Sparpolitik, die zum Verarmen ganzer Regionen geführt hat sowie fehlgeleitete EU-Fördergelder auch aufgrund von Korruption und Selbstbereicherung. Hier möchte ich mit meiner Kompetenz für die Ländlichen Räume und Osteuropa ansetzen und dafür sorgen, dass die Gelder aus dem Haushalt wirklich bei den bedürftigen Personen, vor allem im ländlichen Raum ankommen. Wir müssen die Sozialen Fragen in Europa stärker nach vorn stellen. Die Menschen müssen wieder Vertrauen in Staat und in die Institutionen fasssen.

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Vorstellung meiner Europaparlamentskandidatur in Ankum

Im nördlichen Landkreis, in Ankum stand zunächst der Besuch des Biohofes von Maria und Detert Brumme-Bange auf dem Programm. Ein mustergültiger Betrieb, der vielseitig aufgestellt ist und aktuell auf Nachfolgesuche ist. Kritik wurde aber auch hier am aktuellen Förderschema der EU laut.

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FotoSchweineAnschließend ging es weiter zur Podiumsdiskussion im Landgasthaus Raming in Ankum, Samtgemeinde Bersenbrück. Dort standen ebenfalls die Fragen der Reform zur Agrarpolitik, aber vor allem der Strukturfonds für den ländlichen Raum im Fokus der Debatte. Außerdem wurde über die Möglichkeit einer humanen und solidarischen EU-Einwanderungspolitik gesprochen, die auch von allen oder einem Großteil der EU-Mitgliedstaaten getragen werden kann.“

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Debatte zur EU mit der GRÜNEN OsnabrueckKandidatin für das Europäische Parlament Viola von Cramon:

18. Oktober um 19:30 Uhr im Hotel Raming, Hauptstraße 21 in Ankum, Bersenbrück im Landkreis Osnabrück

„Zukunft der EU – warum GRÜNE sich um den Ländlichen Raum in Europa kümmern müssen“

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Zu Gast in Gifhorn

Nachdem ich mich in den südniedersächsischen GRÜNEN Kreisverbänden Göttingen, Northeim und Goslar vorstellen und für meine Europakandidatur, aber auch für die Wahlen zum Europäischen Parlament ganz allgemein werben konnte, war ich am 26. September zu Gast im GRÜNEN Kreisverband in Gifhorn. Im Rahmen einer gut besuchten Kreismitgliederversammlung vertiefte ich vor allem die Fragen, wie ein lebensbestimmtes Leben im Ländlichen Raum in der EU zukünftig aussehen könnte: Wie muss eine EU-weite klimafreundliche Verkehrswende aussehen, damit wir auf dem Lande nicht abgehängt werden? Welche Voraussetzungen brauchen wir für die Digitalisierung des Landes, damit wir hier von echter Teilhabegerechtigkeit auch im ländlichen Raum sprechen können?

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Und auf die nicht abgerufenen 270 Mrd. Euro aus dem EU-Haushalt bezogen: Wie wir dafür streiten müssen, um die EU-Fonds so zu reformieren, damit sie überall in der Europäischen Union auch einfach genutzt werden können und zugänglich für die Bürger*innen der Mitgliedsstaaten sind. Häufig entsteht Verdruss auch deswegen, weil die Menschen den Eindruck erhalten, dass die Programme der EU zu weit an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei liegen, oder sich sogar die Ziele der Programme im Ergebnis widersprechen. Häufig fehlt es in den lokalen Verwaltungen an dem entsprechenden Personal, die richtigen Anträge zu stellen oder in vielen der ärmeren EU-Staaten fehlt schlicht die Möglichkeit zur Co-Finanzierung.

Gleichzeitig sieht die soziale Situation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den südlichen EU-Staaten nach wie vor nicht gut aus. All das müsste bei der künftigen Programmierung der EU-Gelder zielgenauer berücksichtigt werden.

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Artikel aus der Gifhorner Rundschau vom 1.10.2018 herunterladen



 

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Vor gut fünf Jahren habe ich mich bei ersten meiner Lastenradtour vor dem Reichstagsgebäude noch kutschieren lassen, doch schon 2018 bin ich nun mehr als ein Jahr begeisterte Lastenradfahrerin. Da ich das Rad 2017 für den Bundestagswahlkampf im (Vor)Harz und für weiter entfernte Termine angeschafft hatte, war das Ganze anfangs ein Test: Ich war mir schlicht nicht sicher, ob sich Strecken um 30 km am Stück zu den Terminen Osterode, Herzberg oder Northeim wirklich noch gut erreichen lassen, ohne dass ich vollkommen erschöpft und verschwitzt ankomme. Nach rund 2 monatigem Wahlkampf auf dem Rad und nach fast 13 monatiger Nutzung kann ich nur festhalten: Es geht durchaus. Der Kauf hat sich gelohnt. Auch wenn sich nicht jede Strecke auf dem Land durch ein

Lastenrad ersetzen lässt, so doch auf jeden Fall ein großer Teil.

Die üblichen Ausreden „Ich muss noch viel einkaufen.“ oder „Ich habe einen schweren Koffer.“ entfallen mit einem Mal. Mit der geräumiger Kiste vorn am Rad lässt sich (fast) alles einfach und leicht transportieren. Durch die Federung kann und die profilierten Reifen kann ich auch mit viel Gepäck die nicht-asphaltierten und geschotterten Waldwege fast immer gut nutzen. Nur in der Winterzeit lassen sich ohne Spikes die Anstiege im Wald nicht bewältigen. Da werde ich mich im nächsten Winter noch beraten lassen müssen.

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Das Einzige, was im Göttinger Fall für die Rad-Logistik wirklich nicht optimal läuft, ist das Parken. Das Fahrradparkhaus am Bahnhof schließt bereits um 22:30 Uhr, am Sonntag um 23 Uhr. Das ist für reguläre Pendler*innen vermutlich ausreichend, aber angesichts häufig verspäteter Züge für Fernreisende ein Dilemma.

Wer sein Rad abends nicht mehr herausbekommt, kann maximal noch einen Bus oder, wenn der auch nicht mehr fährt, für viel Geld ein Taxi nehmen. Das ist wenig attraktiv.

Deshalb wären meine Forderungen für eine fahrrad- und pendler*innenfreundliche Stadt:

  • Entweder die Öffnungszeiten des Fahrradparkhauses zu verlängern, bis der letzte Metronom in Göttingen eintrifft
  • Oder Stellplätze für Fahrräder im PkW-Parkhaus auf der anderen Seite des Bahnhofs schaffen
  • Oder einen Bereich mit Chipkarten-Zugang im unteren Bereich des Radparkhauses abtrennen, der zwar nach 22.30 Uhr zugänglich, aber eben nicht mehr bewacht ist.

Ansonsten bleibt uns Landeiern der Umstieg aufs Rad bei späteren Rückreisen versagt.

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